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1 Jahr mit Whoop

  • Autorenbild: Simon Zaugg
    Simon Zaugg
  • 18. Mai 2025
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 8. Juni 2025

Wie der Fitness-Tracker mein Schlafverhalten, meinen Alkoholkonsum und meine Routinen verändert hat – und warum ich trotzdem aussteige.


Ich habe ein Jahr lang den Fitness-Tracker Whoop genutzt – Tag für Tag, rund um die Uhr. In dieser Zeit habe ich viel über meinen Körper, meine Gewohnheiten und meine Grenzen gelernt. In diesem Erfahrungsbericht teile ich offen, was Whoop mit mir gemacht hat, welche Routinen geblieben sind.


Warum ich mit Whoop angefangen habe


Ich bin über einen Podcast mit Kristen Holmes auf Whoop aufmerksam geworden. Sie sprach sehr eindrücklich darüber, wie Alkoholkonsum in ihrer Familie tragisch präsent war. Und auch darüber, dass und wie sich Alkohol negativ auf den Schlaf auswirkt.


Ich war zu diesem Zeitpunkt ohnehin dabei, meinen gesunden Lebensstil auszubauen: weniger Stress, mehr Schlaf, bessere Ernährung. Die Idee, meine Erholung, meinen Schlaf und meine Trainingsbelastung professionell zu tracken, hat mich sofort fasziniert. Whoop passte perfekt in diese Phase.


Was mir der Fitness-Tracker über meinen Schlaf verraten hat


Schon nach wenigen Tagen wurde mir klar: Whoop misst nicht nur Daten – Whoop zeigt dir schonungslos, wie du wirklich lebst. Vor allem die Wirkung von Alkohol auf meine Schlafqualität war erschreckend deutlich. Ein einziges Glas Wein reichte oft aus, um meine nächtliche Erholung drastisch zu verschlechtern. Und das war im Whoop Schlaf-Tracking glasklar sichtbar.


Ich stellte daraufhin meinen Tagesrhythmus um: ging früher schlafen, stand früher auf und integrierte eine Morgenroutine in meinen Alltag. Die Wirkung: mehr Energie, bessere Laune – und eine stabile Basis für mein Marathontraining.


Was ich über mich gelernt habe


Regelmässiger Schlaf ist meine Superkraft

Ein fester Schlafrhythmus hat meine Lebensqualität enorm gesteigert. Ich schlafe heute fast jeden Abend gegen 22 Uhr.


Alkohol schadet dem Schlaf

Ich brauche keine wissenschaftliche Studie mehr – Whoop hat es mir schwarz auf weiss gezeigt: Alkohol stört meinen Schlaf massiv. Ich trinke heute seltener und bewusster. Und nach Möglichkeit nicht mehr am Abend, sondern wenn es sich ergibt, dann eher mal am Nachmittag.


Erholung ist Teil des Trainings

Wenn Whoop mir niedrige Erholungswerte anzeigte, habe ich das ernst genommen. Statt zu überziehen, habe ich mich auf Regeneration konzentriert – und bin damit besser durch die Marathonvorbereitung gekommen.


Whoop kündigen – warum ich nach 1 Jahr aussteige


Obwohl ich sehr viele positive Erfahrungen gemacht habe, werde ich mein Whoop-Abo nicht verlängern. Und das hat mehrere Gründe:


  • Kosten: Fast 30 CHF pro Monat sind für mich als Freizeitsportler auf Dauer zu viel.

  • Datenhoheit: Ich finde es zunehmend kritisch, so viele intime Gesundheitsdaten mit einer US-amerikanischen Firma zu teilen.

  • Selbstkontrolle vs. Selbstbestimmung: Ich will nicht jeden Tag auf eine App schauen, um zu wissen, wie es mir geht. Ich will lernen, meinen Körper mehr selbst zu spüren.


Selbstvermessung: Sinnvoll oder gefährlich?


Im Laufe des Jahres habe ich bemerkt, wie verbreitet Tracker inzwischen sind – Smartwatches, Schlafringe, Apps. Und ich erinnerte mich an einen Artikel, in dem eine Frau mit Diabetes schrieb, wie absurd sie es findet, dass gesunde Menschen sich freiwillig so stark überwachen.


Ich kann sie verstehen. Whoop hat mir geholfen, besser auf mich zu achten – aber ich habe auch gespürt, wie schmal der Grat zwischen Selbstfürsorge und Kontrollzwang ist.


Mein Fazit: Whoop hat mein Leben verändert – aber nicht mein Leben verdient


Ich bin dankbar für dieses Jahr mit Whoop. Der Tracker hat mir viele wertvolle Einsichten über meine Gesundheit gegeben. Ich habe Routinen entwickelt, die ich auch ohne Gerät weiterführen werde:


  • Früh schlafen und früh aufstehen

  • Weniger Alkohol

  • Erholung ernst nehmen

  • Körpergefühl entwickeln – nicht nur Daten analysieren


Whoop war für mich ein Werkzeug zur Veränderung. Jetzt bin ich bereit, diesen Weg ohne Tracker weiterzugehen – selbstbestimmt, frei und wach.


Anmerkung: Das Blog Cover Bild wurde mit der künstlichen Intelligenz ChatGPT von OpenAI erstellt.

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